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Der Hochtaunuskreis hat die 243 Sportvereine im Landkreis aufgefordert, ein Kindeswohlkonzept zu erstellen und ein erweitertes Führungszeugnis von den Übungsleiterinnen und -leitern im Nachwuchsbereich zu verlangen. Für den FV Stierstadt hat Alexander Doll, alex(at)alexanderdoll.de, dankenswerterweise das Amt des Kindeswohl-Beauftragten übernommen. Er kümmert sich um die Erstellung des Konzepts, die Kontrolle der Führungszeugnisse und steht als Ansprechpartner für Trainer, Eltern und Kinder/Jugendliche zur Verfügung. Gemeinsam mit Beauftragten aus weiteren 24 hessischen Sportvereinen hat er sich in den vergangenen Monaten in Online-Seminaren zum Thema weitergebildet.

Die öffentliche Wahrnehmung und Sensibilisierung für das Thema „Kindeswohl im Sport“ ist bundesweit gewachsen. Nicht zuletzt durch erschütternde Zahlen aus der Kriminalstatistik, die allein im Jahr 2020 mehr als 16.500 Kinder erfasste, die Opfer von sexuellem Missbrauch im sportlichen Umfeld wurden. Der Landessportbund Hessen und die Sportjugend Hessen haben daher 2019 begonnen, gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Kindeswohls im Sport zu ergreifen. Der Verhaltenskodex für alle ehrenamtlich tätigen und hauptberuflich beschäftigten Übungsleiterinnen und -leiter soll zum Erfolg des Projekts beitragen.

Mit Unterzeichnung des Kodex verpflichten sich die im Nachwuchsbereich Tätigen, die Persönlichkeit jedes Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu achten und dessen Entwicklung zu unterstützen. Jegliche Form der Gewalt, sei es physischer, psychischer oder sexualisierter Art, verbietet sich. Auch soll eine Kultur des Hinsehens gefördert werden. Das bedeutet, aktiv zu werden, wenn im eigenen Umfeld gegen die Werte und Normen dieses Kodex verstoßen wird und im Konflikt- oder Verdachtsfall Unterstützung und Hilfe hinzuzuziehen.

 Umfassende Informationen zur Thematik finden sich unter www.kindeswohl-im-sport.de

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